Das Clipper Round the World Race: 40.000 Meilen auf See

Segelregatten gibt es viele. Doch auch wenn viele Menschen davon träumen selber einmal an einer solchen Regatta teilnehmen zu können, erfüllen sich die wenigsten diesen Traum. Dabei ist das sogar möglich. Denn beim Clipper Round the World Race treten Amateure als Mannschaft gegeneinander an und umsegeln einmal die Welt.

Sailing

Die Geschichte des Clipper Round the Word – Rennens

Die Regatta wurde im Jahr 1995 von Englands Segler-Legende Sir Robin Knox-Johnston (weitere Informationen) ins Leben gerufen und findet seit diesem Zeitpunkt regelmäßig alle zwei Jahre statt. Das besondere bei dieser Regatta ist jedoch, dass hier nur die jeweiligen Yachtführer echte Profis sind, während die Mannschaft sich ausschließlich aus Amateuren zusammensetzt.

Die internationalen Crews bilden dabei einen bunten Querschnitt durch die Gesellschaft, angefangen beim Studenten, bis zur Verwaltungsfachangestellten kurz vor der Pensionierung. Doch die gemeinsame Arbeit auf dem Schiff und das Leben auf engstem Raum schweißt die Menschen schnell zu einer funktionierenden Einheit zusammen. Die Schiffe werden hierbei vom Initiator des Rennens, bzw. von der dafür zuständigen Organisation gestellt, so dass alle Segler die gleichen Voraussetzungen haben.

Für eine Segelregatta überschaubare Kosten

Natürlich ist die Teilnahme an einer solchen Regatta nicht umsonst. Die 70 Fuß langen Yachten werden zwar von den Veranstaltern des Rennens gestellt, doch umsonst ist die Teilnahme bei weitem nicht. Das Rennen findet in 8 Etappen statt, welche jeweils auch einzeln gebucht werden können.

Für eine einzelne Etappe und das verpflichtende Training vor der Regatta veranschlagen die Veranstalter knapp 15.000 Euro. Das komplette Clipper Round the World Race (offizielle Homepage) hingegen schlägt mit knapp 50.000 Euro zu buche. Eigentlich ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass ein solcher Clipper allein bereits fast eine Millionen Euro kostet.

In Einzeletappen rund um den Globus

Das Rennen beginnt immer zwischen August und September in London und führt die Teilnehmer in verschiedenen Etappen rund um den Globus. Hierbei legen Boote und Segler mehr als 40.000 Seemeilen zurück und erleben sowohl die Tücken, als auch die Schönheit der Natur unter oftmals härtesten Bedingungen.

Schließlich bieten diese Yachten aufgrund der Enge nicht nur wenig Komfort, sondern auch ein gerütteltes Maß an Arbeit, die jeder an Bord zu verrichten hat. Doch wer einmal an einem kompletten Rennen teilgenommen hat, will diese Erfahrung nie wieder missen. Auch wenn es inzwischen funktionale Segelbekleidung gibt (mehr Infos hier), die vor Wind und Nässe schützt: Der direkte und unmittelbare Kampf mit den Naturgewalten und den anderen Schiffen gehört zu den letzten großen Abenteuern, die man heutzutage noch erleben kann.

Eine Regatta für Jedermann

Abschließend lässt sich nur sagen: Wer die Möglichkeit hat, am Clipper Round the World Race teilnehmen zu können, sollte sich diese Chance nicht entgehen lassen. Allein die Größe der Schiffe sorgt dafür, dass man ein unvergleichliches Erlebnis verspüren und erleben kann. Denn Schiffe in dieser Größenordnung kann man, auch mit viel Geld, nicht so einfach chartern.

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