Arschkalt der Film mit Herbert Knaup

Arschkalt der Film mit Herbert Knaup
Juli 14 18:48 2011 Print This Article

Arschkalt

Durch leise Töne bringt Andre Erkaus menschliche Wärme in diese charmante Komödie.

Berg (Herbert Knaup) war einst in der Tiefkühlkost-Branche eine ganz große Nummer. Seine Firma macht aber pleite und er muss fortan als fahrender Verkäufer sein Geld verdienen.

Eine neue Chefin kommt und wie das so ist, weht dann ein anderer Wind. Berg, der alles andere als ein Menschenfreund ist, hat sich eben mit seinem neuen Berufsleben arrangiert, es ist zwar ein mühsames Verdienen, aber er ist für sich alleine und regelt das auf seine Art und Weise. Eines Tages wird ihm also von seiner neuen Chefin ein Kollege zugeteilt, wohl oder übel muss er damit zurecht kommen, denn der Neue mit Namen Moerer ist neugierig, er plappert immer weiter und meint zudem, alles besser zu wissen. Berg, der Menschenfeind empfindet das als zu viel, muss sich aber damit arrangieren, er hat eben keine andere Wahl, es gibt schon genug neue Probleme.

Der Titel des Films spricht Bände, er steht nicht nur als Synonym für Tiefkühlkost, sondern beschreibt auch die Kälte zwischen den Menschen, die dringend aufgetaut werden muss. Der Antiheld des Films kommt besonders frostig daher, Herbert Knaup verkörpert ihn eindrucksvoll widerborstig und miesepetrig, der nur ein Hobby hat nämlich den ganzen Tag den Wetterbericht abzuhören und über Wasser in allen Zuständen zu sinnieren. Da kommt der neue Kollege als neugieriger junger Mann, der zwar alles besser weiß, aber ohne Punkt und Komma redet, ihm nicht gelegen.

Dieser Film ist außer der Darstellung der Zwischenmenschlichkeit auch noch eine Art Roadmovie, das zwar den Arbeitstag als „Eismann“ zeigt, dazu aber auch die sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Knaup und seiner neuen Chefin zeigt. In Verbindung mit kleinen amüsanten Details, feinem Wortwitz und sentimentalen Akkordeon Klängen ist dieser Film auch eine Botschaft an alle stressgeplagten Menschen, die Arbeit nicht so wichtig zu nehmen.

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